Beuteltee muss nicht schlecht sein!

Teebeutel haben viele Vorteile, aber auch genau so viele Nachteile. Der Tee ist in ihnen vorportioniert und kann an einer Schnur einfach praktisch ins heiße Wasser gehalten werden bis der Tee fertig ist. Kein lästiges Ausspülen und Säubern von Tee Matsch aus irgendwelchen Töpfen oder Kannen. Übrigens, keine Sorge: Im Sinn der Lebensmittelreinheit werden sie ohne Klebstoff in einem speziellen Faltverfahren hergestellt.

Ein Nachteil ist jedoch die Aufbewahrung und die Qualität des Beutel Tee. Die sogenannte "Aroma erhaltende Umverpackung", welche meist aus dünnem Karton und/oder Plastikfolie besteht, ist nicht wirklich mit einer luftdicht versiegelten Teedose zu vergleichen. Ergo wird der Tee schon einige seiner Aromen abgeben, während er im Supermarktregal darauf wartet von ihnen gekauft zu werden. Außerdem sind Teebeutel-Teesorten, die für "die breite Masse" hergestellt werden, natürlich auch nicht mit Qualitäts-Tees aus dem Teeladen vergleichbar.

Noch eine lustige Anekdote zur Erfindung der Teebeutel: Ein Vorläufer der heutigen Teebeutel wurde eigentlich versehentlich um 1900 von dem amerikanischen Teehändler Thomas Sullivan erfunden. Da Teesorten damals immer in schweren Dosen verschickt wurden, kam er auf die Idee leichte und platzsparende Seidenbeutel zu verwenden. Seine Kunden glaubten dies wäre dazu vorgesehen, um den Tee ins Wasser zu tauchen, ohne den Tee in eine zweite Kanne umfüllen zu müssen.