Assam und Ceylon
Sri Lanka zählt zu den größten Teeanbaugebieten weltweit. Nach dem ehemaligen Landesnamen trägt der Tee von dieser Insel noch heute den Namen Ceylon-Tee. Größtenteils wird auf Sri Lanka Schwarzer Tee angebaut, aber auch kleine Mengen an Grünem Tee sind erhältlich.
Nachdem zunächst in der damaligen britischen Kolonie Ceylon hauptsächlich Kaffee angebaut wurde, änderte sich dies ab 1868. Die Kaffeepest hatte große Teile der Ernte vernichtet, die Teepflanze hingegen war resistent gegen die Krankheit. So setzte sich der Teeanbau in der Kolonie bald durch.
Je nach Höhenlage der Teegärten stuft man den Ceylon-Tee in »lowgrown« (bis 650 Meter), »mediumgrown« (zwischen 650 und 1300 Metern) sowie dem sehr begehrten »highgrown« (über 1300 Meter) ein. Letzterer wächst durch seine Höhenlage sehr langsam und kann daher das volle Aroma entfalten.
Das Aroma des Ceylon-Tees ist herb und frisch und erinnert teilweise an Zitrusfrüchte. Ähnlich dem Darjeeling-Tee hängt der Geschmack stark von der Region und dem Erntezeitpunkt ab. Der Tee ist relativ unempfindlich gegenüber hartem Wasser, so dass ein Wasserfilter nicht zwingend erforderlich ist. Für die Entfaltung des vollen Aromas sollte aber trotzdem auf weiches Wasser zurückgegriffen werden.
Ceylon-Tee ist besonders in den typischen englischen Teemischungen vertreten. Aber auch als purer Tee wird Ceylon-Tee angeboten. Sri Lanka ist nach Kenia der zweitgrößte Tee-Exporteur der Welt.
Auf Sri Lanka wird Ceylon-Tee mittlerweile als Nationalgetränk überall getrunken. An etlichen Straßenständen wird der starke Aufguss angeboten und die Bewohner stärken sich gern und regelmäßig mit dem Tee. Das Aroma wirkt entspannend und wohltuend, der Tee selbst wirkt durch das enthaltene Koffein belebend.