Chaitee, der fernöstliche Genuß

Mit dem südasiatischen Wort »chai« , welches für Tee steht, werden im Großteil Asiens verschiedene Variationen von Tee bezeichnet. Im Mandarin gab es zwei Schreibweisen für Tee, die sich sehr ähnlich waren. Das neuere Wort wurde »chá« ausgesprochen, die ältere Variante jedoch »tu«. Durch den Export des Tees durch holländische Seefahrer verbreitete sich die ältere Variante, allerdings dialektisch als »té« ausgesprochen, nach Nord- und Mitteleuropa. Im Mittleren Osten, Russland, aber auch in Portugal und Handelszentren wie Dublin wurde Tee jedoch über den Landweg verbreitet und ist dort noch heute unter der neueren Variante »chá« oder auch Chai bekannt.

In Indien ist Chai ein Nationalgetränk und mit dem Begriff Chai wird dort die traditionelle Tee-Zubereitung bezeichnet. Auch in Deutschland ist besonders der indische Massala Chai, also ein süßer Gewürztee, beliebt. Hierbei wird eine Mischung aus Schwarzem Tee und Gewürzen mit Milch aufgebrüht und einige Zeit ziehen gelassen.

Ein festes Rezept oder eine traditionelle Zubereitungsart für Massala Chai gibt es zwar nicht, jedoch sind bei jeder Chai-Zubereitung einige Grundbeststandteile immer vertreten. Dazu gehören neben den Schwarzen Tee und den Gewürzen wie Kardamom, Zimt, Ingwer, Pfefferkörner und Nelken besonders der Honig oder Zucker. Meist werden zunächst die Gewürze mit Wasser in einem Topf aufgekocht, erst dann werden Tee, Milch und Süßungsmittel zugegeben. Diese Mischung wird nochmals aufgekocht und dann einige Zeit stehen gelassen.

Die verwendeten Gewürze gehören zur traditionellen ayurvedischen Lehre und werden auch für viele andere Tee-Mischungen wie Yogi-Tee verwendet. Sie sollen anregende und wohltuende Effekte auf den Körper haben und die Lebensfreude steigern.