Darjeeling Tee

Eine der bekanntesten Teesorten ist der Darjeeling. Er wurde nach der indischen Stadt Darjeeling benannt, in deren Umkreis er traditionell angebaut wird. Die Teegärten liegen in Höhenlagen von über 2000 Metern am Himalaya-Massiv, wodurch die Teepflanzen eher langsam wachsen. Durch die intensive Sonneneinstrahlung können die Teeblätter ihr feines und blumiges Aroma voll entwickeln.

Gearbeitet wird in der Darjeeling-Region ausschließlich von Hand. Für 100 g Darjeeling-Tee sind etwa 2000 handgepflückte Teeblätter nötig. Dadurch zählt Darjeeling-Tee auch zu den teuersten Teesorten weltweit. Aufgrund des relativ hohen Preises werden jährlich mehrere Tonnen Tee als Darjeeling-Tee verkauft, die gefälscht oder verschnitten wurden. Echter Darjeeling wird daher seit 1953 mit einem Siegel und einer Lizenznummer des »Tea Board of India« ausgezeichnet.

Je nach Jahreszeit, in der der Tee geerntet wird, gibt es verschiedene Geschmacksstufen des Darjeeling-Tees. Wird zwischen Ende Februar und Ende April geerntet, so nennt man den Tee »First Flush«. Das Aroma dieser ersten Ernte ist mild und blumig, er wird meist ohne Zucker und Milch getrunken. Mitte April bis Mitte Mai werden »In Betweens« geerntet, die aber qualitativ nicht an den First Flush und den Second Flush heranreichen. Letzterer wird zwischen Anfang Juni und Anfang Juli geerntet. Der bernsteinfarbene Tee hat ein kräftigeres Aroma als der First Flush. Die letzte Ernte wird »Autumnals« genannt. Diese findet von Oktober bis Mitte Dezember statt und bringt einen leichten, leicht bitteren Tee hervor. Zwar ist der Autumnal nicht so aromatisch wie seine Vorgänger, doch unter Teekennern gilt er als bester Darjeeling-Tee, da er weniger Gerbsäure enthält und er Zucker, Honig oder Milch besser verträgt als die anderen Ernten. Alle Darjeeling-Tees sollten mit etwa 90°C bis 95°C heißem Wasser überbrüht werden. Nach etwa drei bis vier Minuten Ziehzeit kann der Tee getrunken werden.