Die japanische Tee Zeremonie im Zengarten

Bereits um 2780 vor unserer Zeitrechnung entdeckten die Chinesen beim Erforschen verschiedener Kräuter, Pflanzen und Wurzeln dass mit heißem Wasser aufgebrühte Teeblätter eine belebende Wirkung haben. Der Ursprung des Tee Trinkens liegt jedoch eigentlich in China, von wo er um das 7. Jhr. Nach Chr. nach Japan importierte wurde. Hier tranken ihn in dieser Zeit erstmalig buddhistische Mönche, die das neue Getränk allerdings zunächst als Medizin verwendeten. Über die Jahrhunderte wurde langsam eine Tradition und Philosophie aus dem Teetrinken. Dieser besondere Lebensweg wird von den Japanern chado gennant, der Teeweg. Im Teeritual oder der Teezeremonie spiegeln sich die vier Prinzipien von Harmonie, Respekt, Reinheit und Ruhe wieder. Deshalb finden diese Tee Zeremonien auch ganz im Sinne des Zen in äußerst schlichten und ruhigen Teehäusern statt, welche einst von Mönchen, Daimyo, Samurai oder Händlern nur zu diesem Zweck gebaut wurden.

Die japanische Teezeremonie

Jede Teezeremonie läuft nach einer gewissen Grundform ab. Der Gastgeber bietet seinen Gästen auf einer Art Vorplatz zunächst einen leichten Willkommens Tee an. Mit einer Schöpfkelle und einem steinernen Wasserbassin reinigen sich dann Meister und Gäste Mund und Hände. Zum symbolischen Abstreifen des Alltags wandelt die Gruppe dann über einen kleinen Gartenpfad zum eigentlichen Teehaus. Alle gesellschaftlichen Unterschiede werden an der Schwelle der Hütte abgelegt, da alle Gäste auf ihre Knie runter müssen, um durch den ca. einen Meter hohen Eingang zu gelangen. So zeigen Bettler und Könige gleichermaßen Respekt. Im Teehaus werden dann mehrere leichte Speisen und Reiswein gereicht. Dann kehren die Gäste auf den Warteplatz zurück und kehren erst nach fünf Gongschlägen des Teemeisters wieder zurück. Nachdem der Teemeister die rituellen Tee Utensilien bereit gelegt hat, verbeugt er sich vor seinen Gästen und beginnt mit der Tee Zeremonie. Diese besteht aus einer ganzen Reihe vorbestimmter, ritueller Handlungen wie z.B. dem Reinigen der Gefäße oder dem Schaumig schlagen des Teepulvers mit einem Teebesen. Während dessen bietet er den Gästen leichte Süßigkeiten an. Nachdem der Tee fertig ist, bekommt der "Hauptgast" die handgefertigte Teeschale vom Meister gereicht und bedankt sich mit einer Verbeugung dafür. Nachdem er ein paar Schlucke genommen hat, dreht er die Schale dreimal bewundernd in seinen Händen, wischt den Rand mit einer Serviette ab und reicht die Schale weiter. Alle trinken nun schweigend den Tee. Hinterher wird sich dann über die Teesorte oder auch über andere Themen des Lebens unterhalten, womit die Teezeremonie dann ausklingt.