Beruhigender Matetee
Mate ist eine Stechpalmenart aus Südamerika. Die Blätter des Strauches werden getrocknet und für den Mate-Tee verwendet. Es handelt sich hierbei also nicht um einen Tee im eigentlichen Sinne, da keine Blätter der Teepflanze verwendet werden, sondern lediglich um ein teeähnliches Aufgussgetränk.
Schon vor der Kolonisierung Südamerikas wurde Mate-Tee von den Ureinwohnern getrunken. Auch heute noch wird das Getränk im Umfeld der Anbaugebiete in Paraguay, Argentinien, Brasilien und Uruguay regelmäßig getrunken, der Export jedoch ist nur sehr gering. Nur auf den Kanarischen Inseln, in Syrien und im Libanon wurde Mate-Tee durch arabische Auswanderer verbreitet.
Ursprünglich wurde mit Mate das Trinkgefäß bezeichnet, erst später auch das Getränk selbst. Dies ist wohl auch ein Grund, warum beispielsweise in Peru und Bolivien Aufgüsse aus Pflanzenteilen generell als Mate bezeichnet werden.
Zur Herstellung von Mate-Tee werden zwischen Mai und September Äste des Matestrauches abgeschlagen, die mit zweijährigen Blättern besetzt sind. Es gibt gerösteten und grünen Mate-Tee, wobei letzterer fermentiert wird, während beim Ersten die Fermentation durch das Rösten gestoppt wird. Nach der Trocknung werden die Blätter entweder zu Pulver verarbeitet oder in Stücke geteilt.
Wie echter Tee enthält Mate Koffein und Gerbstoffe. Die Vitamine A, B1, B2 und C sind ebenfalls enthalten. Die Wirkung des Aufgussgetränkes ist anregend, harntreibend, verdauungsfördernd, schweißtreibend und kreislaufstärkend. Durch seine leistungssteigernde und hungerstillende Wirkung ist er heute auch außerhalb Südamerikas als »Schlankmacher« beliebt. In Deutschland ist er als Arzneimittel zugelassen, wird aber auch in Teeläden verkauft.