Schwarzer Tee mit Milch oder ohne

Mit Schwarzem Tee bezeichnet man eine Herstellungsvariante von Tee in der traditionellen chinesischen Teekultur. Fälschlicherweise wird Schwarztee auch synonym für Tee im Allgemeinen verwendet. Im ostasiatischen Raum wird diese Herstellungsvariante von Tee eher als Roter Tee bezeichnet, was der Farbe des aufgebrühten Getränks entspricht.

Schwarzer Tee wird im Gegensatz zum deutlich helleren Grüntee nach dem Welken vollständig fermentiert. Da es sich nicht um eine echte Fermentation durch Mikroorganismen handelt, spricht man heute allerdings eher von Oxidation. Dabei werden die frischen Teeblätter gerollt und dadurch die Pflanzenzellen zum Teil zerstört. Die Inhaltsstoffe, die in einer intakten Zelle oft streng voneinander getrennt vorkommen, verbinden sich dabei und kommen mit Sauerstoff in Berührung. Dadurch verfärben sich die Teeblätter dunkel. Nach etwa drei Stunden ist der Oxidationsprozess beendet. Im Anschluss daran werden die Teeblätter etwa 20 Minuten bei 85°C luftgetrocknet, wodurch die Teeblätter lange haltbar werden.

Die Sorten des Schwarztees werden nach dem jeweiligen Anbaugebiet bezeichnet. Die bekanntesten sind die indischen Sorten Assam und Darjeeling sowie der in Sri Lanka angebaute Ceylon. Assam und Ceylon sind auch für härteres Wasser geeignet, Darjeeling hingegen ist empfindlicher und sollte daher nur mit entkalktem Wasser aufgebrüht werden.

Für die Zubereitung von Schwarzem Tee wird meist sprudelnd kochendes Wasser verwendet. Wie beim Grünen Tee ist die Ziehzeit abhängig vom erwünschten Effekt. In den ersten zwei Minuten löst sich vor allem das Koffein, erst danach lösen sich auch die enthaltenen Gerbstoffe. Zu Schwarzem Tee wird je nach persönlichem Geschmack Zucker, Honig, Milch oder Zitrone gereicht. In Ostfriesland gibt man Sahne und sogenannten Kluntje, also Würfelkandis, in den Tee und rührt ihn nicht um.