Wasserhärte: Tee Wasser sollte "weich" sein
Neben der Dosierung des Tees ist insbesondere auch die Wasserqualität, d.h. Frische und Härte des Wassers ausschlaggebend für den Geschmack des Tees. Besonders japanische und chinesische Grüntees aus dem Hochland wie auch Oolongtees und Weißtees wollen mit weichem Wasser aufgegossen werden. Das bedeutet man sollte Wasser mit niedrigem Mineralgehalt benutzen. In Deutschland ist das Leitungswasser in einigen Gegenden sehr kalkreich, weshalb man zur Zubereitung seiner japanischen Teesorten unbedingt einen Wasserfilter (Kalkfilter) benutzen sollte. Ein wahrer Teemeister würde zur Zubereitung seines grünen Tees nichts anderes als weiches und frisches Bergquellwasser akzeptieren. Verwendet man trotzdem ein Wasser mit hohem Kalkanteil, dann empfiehlt sich ein Tee mit hohem Gerbstoffgehalt. Die Gerbstoffe des entsprechenden Tees werden durch das harte Wasser neutralisiert, so dass der Tee unter Umständen sogar besser schmeckt als mit "weichem" Wasser.
Die Wassertemperatur ist neben dem Härtegrad der zweite entscheidende Faktor für das Resultat. Sprudelnd kochendes Wasser sollte man wirklich nur über Beutel Tee gießen. Anderenfalls geht ein Großteil der wertvollen und leicht flüchtigen Geschmacksstoffe im Moment des Aufgießens verloren und der Tee schmeckt öde. Besonders grüne Tees sollten je nach Anbaulage (je höher desto empfindlicher) zwischen 70°C und 80°C aufgegossen werden. Japanische Grün Tees gelten diesbezüglich als die sensibelsten Tees und sollten sogar nur mit 60°C heißem Wasser aufgegossen werden. Besonders "Tautropfen", der japanische Gyokuro, entfaltet so sein feines Aroma am besten. Es gibt sogar qualitativ hochwertige Tees, die man mit kaltem Wasser aufsetzen kann und ein geschmacklich hervorragendes Ergebnis erzielt.